A. Hoppe-Seyler & T. Häberer & M. Bayer haben Promotion erfolgreich abgeschlossen

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Drei Promotionen erfolgreich abgeschlossen

In den Sommer-Semesterferien konnten gleich drei von Fred Krüger betreute Promotionsvorhaben erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

Am 27. Juli 2021 stellte Annika Hoppe-Seyler ihre Dissertation „Beziehungsweise Flüchtlingshilfe: Die (Re-)Produktion erfahrungsbasierter Beziehungen und situierter Transaktionsräume (der Teilhabe) durch Praktiken ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe“ zur Diskussion. In ihrem Promotionsprojekt untersuchte Annika Hoppe-Seyler am Beispiel Erlangens die sehr komplexen Praktiken ehrenamtlichen Engagements für Geflüchtete. Es ging darum, die Dynamiken und Spannungen im Kontext der Flüchtlingshilfe zu entschlüsseln, die soziale Ordnung von Praktiken des Ehrenamts zu identifizieren und die Problemfelder sowohl individuell-persönlicher als auch staatlicher Integrationsaufgaben offenzulegen. Die Dissertation entwickelte dabei auch konsequent pragmatistische bzw. praxeologische Theorieansätze weiter, die in den letzten Jahren verstärkt in der Kulturgeographie aufgegriffen wurden.

Ein benachbartes Themenfeld war auch Gegenstand der Dissertation von Tobias Häberer, der am 14. September 2021 promovierte. In seiner Studie „Das Werden von Subjekten anhand von Einforderungen des Rechts auf (die kreative) Stadt“ untersuchte Tobias Häberer die gesellschaftlichen Aushandlungen rund um das ehemalige Quelle-Gebäude in Nürnberg. Er konnte überzeugend aufzeigen, wie zwei für Stadtentwicklung zentrale Prozesse, nämlich die sog. „Kreative Stadt“ und das „Recht auf Stadt“, in Konflikten um die soziale Aneignung von Stadtraum aufeinandertreffen. Daraus entwickelte Tobias Häberer ebenfalls aus einer praxistheoretischen Perspektive neue Einsichten in das Zusammenwirken dieser beiden wichtige Paradigmen der Stadtentwicklung.

Einen ganz unmittelbar anwendungsbezogenen Ansatz verfolgte Marius Bayer in seiner Dissertation „Spatial Analysis im Kontext einer nachhaltigen Stadtlogistik zur Potenzialermittlung für den Einsatz von Lastenfahrrädern im urbanen Raum“, die er im Rigorosum am 15. September 2021 zur Diskussion stellte. Marius Bayer, Mitarbeiter der TH Nürnberg, entwickelte in seinem Promotionsvorhaben ein neues Modellierungsverfahren, um die Tauglichkeit alternativer Logistiksysteme in Stadträumen (speziell für sog. KEP-Dienstleister, also Paketzusteller) gezielt ermitteln und damit neue Konzepte für städtische Mobilität ableiten zu können.

Wir gratulieren allen drei frisch gebackenen Promovierten zu ihrem Erfolg!