DFG: Bewilligung zwei neuer Projekte in der Klimatologie

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Foto: Sebastian Teichert

Zwei neue Projekte in der Klimatologie

Gleich zwei Projekte bewilligte die DFG in ihrer Herbstsitzung, die Prof. Dr. Thomas Mölg als Projektleiter durchführen wird. Das erste Projekt ist die Fortsetzung laufender Forschungen, bei denen zum ersten Mal versucht wird, den menschlichen Beitrag am Klimawandel auf der lokalen Skala im Hochgebirge zu identifizieren. Zusammen mit der Mitarbeiterin Dr. Carolyne Pickler wird diese schwierige Frage mittels Daten von Afrikas höchstem Berg, dem Kilimandscharo, und einer Vielzahl von Modellsimulationen auf den Supercomputern des Rechenzentrums umgesetzt.

Das zweite Projekt zielt auf eine interdisziplinäre Fragestellung ab: wie können Informationen aus Corallinen Rotalgen (siehe Bild), die über ihren Schalenbau Klimasignale speichern, in der Modellierung eingesetzt werden, um globale Klimamodelle zu verbessern? Für diesen innovativen Ansatz agieren Prof. Dr. Thomas Mölg und Dr. Sebastian Teichert vom GZN als Projektleiter und peilen eine Fallstudie in Neuseeland an, da die südliche Hemisphäre für Rotalgen und Klimafragen noch kaum erforscht ist. Eine entscheidende Zusammenarbeit erfolgt mit Prof. Nicolas Cullen von der University of Otago, der 2016 und 2018 Humboldt-Gastwissenschaftler an unserem Institut war. Zudem wird Elena Kropaĉ, die 2020 den Preis für Physische Geographie der FGG erhielt, als Doktorandin das Team verstärken.