Geodaten und Geodatafizierung: sozialwissenschaftliche Perspektiven
Vortragsreihe im Forschungskolloquium Kulturgeographie (SoSe 2026)
Wie verändern Geodaten und datengetriebene Technologien unsere Welt – und wie lassen sie sich sozialwissenschaftlich kritisch analysieren? Das Forschungskolloquium im Sommersemester 2026 widmet sich zentralen Fragen der Geodatafizierung: von offenen Geodaten und KI über kommerzielle Raumfahrt bis hin zu alltagsnahen Praktiken der Datenerzeugung und neuen Formen räumlicher Planung.
Fünf Beiträge geben exemplarische Einblicke:
- 22.04.2026 – Prof. Dr. Blake Walker (Geographie, FAU Erlangen-Nürnberg)
diskutiert, wie offene Geodaten, GeoAI und Open-Source-Intelligence neue Formen von Wissen über Raum hervorbringen – und welche politischen und epistemischen Implikationen damit verbunden sind. - 06.05.2026 – Prof. Dr. Stefan Kirchner (Soziologie, FAU Erlangen-Nürnberg)
analysiert die zunehmende Kommerzialisierung des Weltraums und fragt, wie private Akteure durch Satellitendaten und Infrastrukturen neue Formen globaler Raumordnung prägen. - 01.07.2026 – Dr. Stefan Hippe (Geographie, FAU Erlangen-Nürnberg – AG Regionalentwicklung)
beleuchtet die Nutzungsmöglichkeiten und Potentiale neuer Datenquellen für die grenzüberschreitende Raumentwicklung am Beispiel des bayerisch-tschechischen Grenzraums. - 08.07.2026 – Hannah Boettcher MA (Geographie, FAU Erlangen-Nürnberg – AG Kulturelle/Politische/Digitale Geographien)
hinterfragt das Schlagwort der „geospatial artificial intelligence“ - 16.07.2026 – Dr. Hendrik Wagenseil (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie – BKG)
reflektiert Potenziale und Herausforderungen von Geoinformationssystemen im Kontext staatlicher Geodateninfrastrukturen und diskutiert deren Bedeutung für evidenzbasierte Entscheidungsprozesse.
📍 Ort: Seminarraum der Geographie, Erdgeschoss, Wetterkreuz 15, 91058 Erlangen-Tennenlohe
🕕 Zeit: jeweils mittwochs, 12:30–14:00 Uhr

