Navigation

Hans-Boeckler-Stiftung fördert kulturgeographische Promotion zur Konstruktion von Männlichkeitsbildern in rechten und rechtspopulistischen Diskursen um Immigration und Flucht

Sarah Schwarz MA (AG Kulturelle/Politische/Digitale Geographien) untersucht in ihrem Promotionsprojekt aus Perspektiven der Feministischen und der Politischen Geographie die Konstruktion hegemonialer Männlichkeitsbilder vor dem Hintergrund der Diskussion um Immigration und Flucht.
Ausgangspunkt ist dabei die Beobachtung, dass in rechten und rechtspopulistischen Diskursen einerseits die Männlichkeitsbilder von Immigranten als bspw. „patriarchalisch“, „gewaltaffin“ und insgesamt als eine Bedrohung für Deutschland als Nation bzw. Europa konstruiert werden. Deutschland und Europa werden dabei vielfach mit den Errungenschaften der Gleichstellung und des demokratischen Dialogs verknüpft. Andererseits und vielfach unmittelbar verbunden werden Männlichkeitsbilder für „den deutschen…“ bzw. „europäischen Mann“ als „verweichlicht“ oder „wenig mannhaft“ beschrieben.
Ziel der Arbeit ist es, Dominanz- bzw. Marginalisierungsprozesse zu beleuchten, um damit Erkenntnisse über das Funktionieren männlicher Herrschaft zu gewinnen. Es wird einerseits die Frage nach der Konstruktion von Männlichkeit im Kontext von Migration gestellt. Andererseits soll der Zusammenhang hegemonialer Männlichkeit im Hinblick auf die Konstruktionen „fremder“ Männlichkeit in Migrationsdiskursen und -politiken beleuchtet werden.