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Institutskolloquium Physische Geographie – 30.01.2019

Vorstellung aktueller Masterarbeiten

Lilian Reiss / Elena Kropac (FAU)

Wanderungs- und Nahrungsverhalten von patagonischen Seiwalen basierend auf Isotopenanalysen

Im Jahr 2015 ereignete sich eines der größten Walsterben der Geschichte im chilenischen Teil Patagoniens. Als Auslöser hierfür galt eine toxische Algenblüte, die auf die starke El Niño Anomalie der Jahre 2014-16 zurückzuführen ist. Hierbei waren hauptsächlich südliche Seiwale (Balaenoptera borealis) betroffen, die den Bartenwalen zugerechnet werden. Um Aussagen über das Wanderungs- und Nahrungsverhalten der Seiwale zu treffen, wurden Barten der Walkadaver hinsichtlich stabiler Kohlenstoff- und Stickstoffisotope untersucht. Unterschiede in der isotopischen Zusammensetzung innerhalb von Nahrungsnetzen und zwischen geographischen Regionen spiegeln sich in tierischem Gewebe wider und ermöglichen so eine Rekonstruktion der Migrationsmuster und der trophischen Beziehungen innerhalb der Nahrungskette.

Einfluss „atmosphärischer Flüsse“ auf Gebirge der Südhemisphäre

Die Neuseeländischen Southern Alps sind durch ihre Lage in der südhemisphärischen Westwindzone und die permanente Wechselwirkung von subtropischen und polaren Luftmassen von starker Klimadynamik betroffen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Massenbilanz neuseeländischer Gletscher hat. Im Rahmen einer laufenden Masterarbeit werden mit dem hochauflösenden WRF (Weather Research and Forecasting) Modell mesoskalige atmosphärische Prozesse im Gebirge simuliert und somit die Auswirkungen der großräumigen atmosphärischen Zirkulation auf das lokale Gletscherklima analysiert. Als Paradebeispiel und study site dient der von der Partneruniversität in Otago, Neuseeland, langjährig erforschte Brewster Gletscher am Hauptkamm der Southern Alps.

Wann: Mittwoch, 30.01.2019 um 12:15 Uhr
Wo: Hörsaal C, Kochstr. 4 (Eingang Hindenburgstraße)

Gesamtübersicht Kolloquiumsprogramm im Wintersemester 2018/2019