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Institutskolloquium Physische Geographie – 24.07.2019

Foto: André Künzelmann, UFZ

Simulation of forest management and climate change in tropical forests

Ulrike Hiltner

Betreuung: Prof. Achim Bräuning in Kooperation mit Dr. Rico Fischer und Prof. Andreas Huth (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ Leipzig)

Timber harvesting is widely distributed in tropical regions, whereby half of humid tropical forests can be declared as production forests. Hence, there is great demand about knowledge if currecntly applied forest management strategies are resource efficient under future climate conditions. Individual-based forest growth models allow to evaluate the effects of timber harvest and of climate change on forest productivity. These models link empirical field data with simulation to develop a better understanding of the long-term effects of various stressors.

We applied the forest growth model FORMIND (www.formind.org) to a humid lowland forest in French Guiana and a semi-humid mountain forest in Ethiopia. For both sites, forest inventory data exist that are used to parameterize the models for the current environmental conditions. We simulated forest growth under natural conditions and compared the results with different scenarios of selective logging and climate change rates. According to the results, both models captured the biomass dynamics of the studied forests very well. They also revealed how sensitive the forest dynamics may respond to certain climate change scenarios.

Such simulations are helpful to support decision-making processes in forest management (REDD+, FSC-certification). Hence, the application of innovative forest models can be a useful tool to develop economically and ecologically adapted management strategies to mitigate climate change effects.

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Foto: W. Meier

Late-Holocene glacier fluctuations of Glacier Schiaparelli at Monte Sarmiento Massif, Tierra del Fuego / Jahrringbasierte Moränendatierung des Schiaparelli Gletschers im Südwestlichen Feuerland, Chile

Wolfgang Meier

Betreuung: Prof. Matthias Braun & Prof. Achim Bräuning (FAU Erlangen-Nürnberg)

Die Verfügbarkeit von Satellitendaten und Luftbildaufnahmen erleichtert die Kartierung von Gletschern, jedoch existieren neben historischen Aufzeichnungen nur wenige Informationen über die Gletschergeschichte Südamerikas vor dem Beginn des Satellitenzeitalters. Insbesondere in Südpatagonien, südlich der Magallanstraße, sind Studien die sich mit der Gletscherausdehnung und deren Datierung während des jüngsten Neoglazial (Kleine Eiszeit) befassen, deutlich unterrepräsentiert. Dieses Wissen ist unerlässlich, um überregionale/globale Phasen gemeinsamer Gletschervorstöße zu identifizieren und zu interpretieren und um die Folgen der rezenten Oberflächenveränderungen unter zukünftigen Klimaszenarien zu quantifizieren. Die jahrringbasierte Datierung von Moränen bietet die Möglichkeit, Informationen über die ehemaligen Gletschermaxima sowie Zeitpunkt und Geschwindigkeit der Gletscheroszillationen abzuleiten. Sowohl die Methodik, als auch die Datierungsunsicherheiten die bei der Verwendung eines biologischen Proxys auftreten, werden anhand neu erhobener Jahrringdaten der Magellan-Südbuche vom Gletschervorfeld des Schiaparelli Gletschers, Tierra del Fuego, vorgestellt. Die durchgeführten Radiokarbondatierungen subfossiler Hölzer ermöglichen einen einmaligen Einblick in die Gletschergeschichte des Spätholozäns und gleichzeitig eine Evaluation der Aussagekraft historischer Aufzeichnungen von 1836 (Beagle Expedition, C. Darwin). Neben der Moränendatierung stellen Jahrringe einen jährlich aufgelösten Klimaproxy dar, der an diesem Standort im südlichsten Südamerika auf Temperaturvariationen. sensitiv reagiert.

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Wann: Mittwoch, 24.07.19 um 12:30 Uhr
Wo: Institut für Geographie, Ort: 00.175 Seminarraum 2, Wetterkreuz 15

Gesamtübersicht Institutskolloquium Sommersemester 2019

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Zukünftig werden pro Semester bis zu vier Kolloquiumsvorträge im Hörsaal C (Kochstr. 4, Innenstadt) angeboten.
Zusätzlich finden spezielle, mehr forschungsorientierte Kolloquiumsvorträge in den Seminarräumen im Institut für Geographie (Wetterkreuz 15, Erlangen-Tennenlohe) statt.

Die Teilnahme sowohl an Vorträgen in Tennenlohe als auch im Hörsaal C werden durch Abstempeln im Kolloquiumspass als Leistungsnachweis dokumentiert, dasselbe gilt  weiterhin auch für den Besuch des Geo-Cafés und der FGG-Vorträge.

Fragen zum Kolloquium?
Organisatoren Dr. Andrés Gerique (andres.gerique-zipfel@fau.de) und Dr. Christoph Mayr (christoph.mayr@fau.de).