Navigation

Interreligiöse Governance in der postsäkularen Stadt – 16.02.2020

Zur Eröffnung des Workshops „Governing ‚Islam‘ on a local level in Europe: challenges of the dialogue paradigm“ diskutiert der Religionswissenschaftler Alexander-K. Nagel (Göttingen) Fragen des „interreligiösen Regierens“ in der Stadt.

Nagel geht davon aus, dass in der „postsäkularen Konstellation“ Religionsgemeinschaften in die städtische Öffentlichkeit zurückkehren. Diese Rückkehr werde von den einen als Emanzipationsbewegung charakterisiert und begrüßt, während andere vor einer Indienstnahme der Religion im Kontext eines neoliberalen Rückbaus von Staatlichkeit warnen. Ausgehend von religionssoziologischen Debatten zur „religiösen Deprivatisierung“ (Casanova) und „postsecular cities“ (Beaumont und Baker) analysiert der Vortrag die Rolle interreligiöser Aktivitäten für die Integrations- und Religionspolitik in zwei westdeutschen Städten.

Der öffentliche Vortrag eröffnet einen internationalen Workshop am Montag, den 17. Februar, der das DFG-geförderte Forschungsprojekt „Konfigurierungen von Islam und Muslimen auf lokaler Ebene in Deutschland“ (Georg Glasze, Kulturgeographie FAU/Andreas Pott, IMIS Osnabrück) abschließt. Gefördert wird der Workshop vom Erlanger Zentralinstitut „Anthropologie der Religion(en)“.

 

Wann?
Sonntag 16. Februar 2020 um 18.00 Uhr

Wo?
Hörsaal C

Interessierte sind herzlich eingeladen.