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Kartierung und Analyse von COVID-19 Fällen

Seit Mitte März untersucht die AG Digitale Gesundheitsgeographien (Prof. Dr. Walker) in einer Kooperation mit Wissenschaftlern der Ryerson University (Toronto, Kanada) die räumliche Verteilung von COVID-19 Infizierten in Deutschland.

Ziel ist es, mögliche Zusammenhänge dieser räumlichen Verteilung mit den räumlichen Strukturen sozio-ökonomischer Kontextdaten sowie den Strukturen der gebauten Umwelt zu identifizieren. Dabei setzt die Erlanger Arbeitsgruppe auch Verfahren „künstlicher Intelligenz“ (bspw. bayessches Lernen) ein.

Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass verschiedene Regionen und verschiedene sozioökonomische Gruppen unterschiedlich von der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 betroffen sind. So sind die Ansteckungsraten in Landkreisen mit einem hohen Anteil an älteren Menschen, einer hohen Dichte öffentlicher Versammlungsstätten und einer Nähe zu internationalen Flughäfen überdurchschnittlich.

Laut Prof. Dr. Walker „weisen diese Ergebnisse darauf hin, dass eine hohe Dichte sozialer Interaktionen mit einer erhöhten Ansteckungsrate zusammenhängen. Die Politik der Kontaktminimierung und sozialen Distanzierung erscheint daher der richtige Weg, um gefährdete Menschen zu schützen.“