Neues BMBF-gefördertes Projekt zu Grenzregionen und Kohäsion

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Viele Facetten des europäischen Zusammenhalts zeigen sich besonders plastisch an den europäischen Binnengrenzen. Zwar sind grenzüberschreitendes Zusammenwachsen und regionales Prosperieren als Erfolge der Kooperation auf verschiedenen Ebenen zu verzeichnen. Dennoch spielen Barrieren und Randlagen trotz des europäischen Integrationsprozesses weiterhin eine Rolle. In jüngster Zeit sind zudem verstärkt Trends des Euroskeptizismus zu erkennen, eine Reduktion der Finanzmittel in der EU-Grenzraum-Förderung ist absehbar.

Das Projekt CoBo (Cohesion in Border Regions) untersucht unter der Leitung von Prof. Dr. Tobias Chilla in den nächsten drei Jahren die Organisation des Zusammenhaltes in Grenzregionen und lotet die hier bestehenden Potenziale aus. Es stellt sich die Frage, wie die erreichten Fortschritte des grenzüberschreitenden Zusammenhalts erhalten und möglichst fortgeführt werden können. Dazu werden die jüngeren Trends und Zukunftsaussichten der Grenzregionen Deutschlands analysiert und diese Regionen aus einer vergleichenden Perspektive sowohl untereinander als auch in einer europaweiten Perspektive positioniert.

Als Praxispartner sind die Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen sowie die einschlägigen Referate im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung über die gesamte Laufzeit eingebunden. Das Forschungszentrum Regional Science am IMP-HSG Institut für Systemisches Management und Public Governance der Universität St. Gallen wird das Projekt im Hinblick auf Steuerungsansätze grenzüberschreitender Raumentwicklung unterstützen.