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Neues EU-H2020 Forschungsprojekt in der AG Pohle

NEUES EU-H2020 FORSCHUNGSPROJEKT IN DER AG POHLE ZUR UNTERSUCHUNG DER AUSWIRKUNGEN VON MIGRATION IN LÄNDLICHEN RÄUMEN UND BERGREGIONEN EUROPAS

Der Startschuss für das dreijährige Projekt MATILDE, ein Akronym für ‚Migration Impact Assessment to Enhance Integration and Local Development in European Rural and Mountain Regions‘, das vom Institut für Regionalentwicklung am EURAC in Bozen koordiniert und im Rahmen des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 gefördert wird, fällt am 1. Februar 2020. Am Projekt sind zehn europäische Länder beteiligt, wobei im Rahmen von 13 Fallstudien die spezifischen lokalen Auswirkungen von Migration in diesen ländlichen Gebieten und Bergregionen untersucht und bewertet werden.

Dr. Stefan Kordel, Tobias Weidinger und David Spenger sind für das Arbeitspaket zu konzeptionellen und methodischen Grundlagen verantwortlich und stellen damit den Rahmen für den weiteren Projektverlauf bereit. Gemeinsam mit dem Praxispartner Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH (Anne Güller-Frey) wird eine Fallstudie zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in ländlichen Räumen bearbeitet. Die politische Aufmerksamkeit ist, nicht zuletzt durch öffentliche Debatten um Fach-/Arbeitskräftemangel und die besonderen Strukturen in ländlichen Räumen, hoch. Gleichzeitig zeigen bisherige Studien den hohen Stellenwert eines Arbeitsplatzes für das Individuum, wenn es um die Entwicklung von Agency oder die Etablierung von Bindungen an einen Ort geht. Beide Perspektiven sollen in der bayerischen Fallstudie berücksichtigt werden.