Neues Internationales Doktorandenprogramm im Rahmen des Elitenetzwerks Bayern bewilligt

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Foto: M. Braun

Kurz vor Weihnachten erreichte uns noch die frohe Botschaft: Das internationale Doktorandenprogramm „Measuring and Modelling Mountain Glaciers and Ice Caps in a Changing Climate“ – kurz IDP M³OCCA – wird im Rahmen des Elitenetzwerks Bayern vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. In einem kompetitiven Auswahlverfahren (Bewilligungsquote 13%) konnte sich ein Team aus Wissenschaftlern der FAU Erlangen-Nürnberg, der TU München, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen durchsetzen. Entsprechend interdisziplinär ist das Projekt aufgestellt mit Beteiligung von Geograph*innen, Geowissenschaftler*innen, Geophysiker*innen, Mathematiker*innen, Informatiker*innen und Elektrotechniker*innen. Im Projekt wollen die Wissenschaftler*innen Hightech mit Klimaforschung kombinieren. In IDP M³OCCA sollen daher ab Juni diesen Jahres neue Instrumente und verbesserte Verfahren zur Erfassung von Gletscheränderungen, insbesondere aus Erdbeobachtungsdaten entwickelt werden. Hinzu kommt eine Verknüpfung von verschiedensten geophysikalischen Prozessmodellen. Dabei sollen u.a. auch Techniken der künstlichen Intelligenz für die Beschleunigung und Verbesserung der Modellrechnungen aber auch für die Bildanalyse eingesetzt werden. Für Geräte und Methodentest haben die Wissenschaftler den Vernagt- und den Hintereisferner in den Ötztaler Alpen gewählt, wo sie auf umfangreiche Langzeitmessungen aufbauen können. IDP M³OCCA zeichnet sich ferner durch ein interdisziplinäres Ausbildungsprogramm aus, welches auch weiteren assoziierten Doktoranden offen steht. Neben AG Braun, die das Vorhaben koordiniert, sind auch die Arbeitsgruppen von Thomas Mölg und Johannes Fürst aus dem Institut zentral beteiligt. Die Vorbereitungen laufen nun an, um auch in Kürze die 9 Promotionsstellen international auszuschreiben.