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Rigorosum Jan Winkler – 25.06.2019

Foto: André Künzelmann, UFZ

Im Rahmen der mündlichen Doktorprüfung spricht
Jan Winkler

zum Thema
Gouvernementalität der Freundschaft – Lokale Praktiken, Technologien und Emotionalitäten im kommunalpolitischen „Dialog mit Muslimen“

„Islam“ und „Muslime“ sind spätestens seit den 2000er Jahren zu zentralen Adressaten/innen integrationspolitischer Praktiken und Maßnahmen in Deutschland geworden. Dabei kristallisierte sich mit der Vorstellung eines anzustrebenden „Dialogs mit dem Islam“ bzw. eines „Dialogs mit Muslimen“ ein bedeutendes Format heraus, in welchem die Beziehungen zwischen politischen Akteuren, Gesellschaft und der „muslimischen“ Bevölkerung seit einigen Jahren gefasst, arrangiert und verhandelt werden. Hierbei ist noch weitgehend unterbeleuchtet, wie sich solche dialogorientierten Ansätze auf lokaler und kommunaler Ebene entfalten. Das vorzustellende Dissertationsprojekt reagierte auf diese Forschungslücke und arbeitete auf Basis ethnographischer Untersuchungen in der Stadt Erlangen und im Rückgriff auf den analytischen Begriff des Regierens von Michel Foucault exemplarisch heraus, wie ein integrationspolitisch aufgegriffener interreligiöser und interkultureller Dialog zur primären Domäne des kommunalen Regierens von „Islam“ und „Muslimen“ avancierte. Dabei wurden die konkreten Praktiken und Techniken, die lokalen Räume und Beziehungen, die Verhandlungen und Konflikte, Identitätsbildungsprozesse und Machteffekte beschrieben, die dem „Dialog mit Muslimen“ in seinen lokalen Implementierungen zugrunde liegen.

Wann: Dienstag, 25.06.19 um 9:30 Uhr
Wo: Institut für Geographie, Ort: 00.175 Seminarraum 2, Wetterkreuz 15

Betreuer: Prof. Dr. Georg Glasze

Es ergeht herzliche Einladung!