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Wissenschaftspreis der FGG für 2019 verliehen

Normalerweise findet Anfang Juli der „Tag der Erlanger Geographie“ statt. An diesem Termin werden nicht nur die Absolventinnen und Absolventen feierlich verabschiedet, sondern traditionell auch die FGG-Preise verliehen. Im Zuge der Einschränkungen durch die Pandemie sind in diesem Jahr sämtliche Veranstaltungen abgesagt worden, so auch der „Tag der Erlanger Geographie“.
Trotzdem haben wir letzendlich einen Rahmen gefunden, um die Preisträgerin und die Preisträger des FGG-Preises 2019 zu beglückwünschen und die Preise zu überreichen.
In einer kleinen Feierstunde draußen im Atrium des Instituts hat die Fränkische Geographische Gesellschaft die Preise für hervorragende Abschlussarbeiten vergeben.

(Foto: Th. Sokoliuk – Eric Böttcher, Livezuschaltung aus Armenien, Verleihung durch Betreuer Fred Krüger)

Den Preis für Kulturgeographie wurde in diesem Jahr zweimal vergeben.
Einen Preis erhielt Eric Böttcher für seine ausgezeichnete Masterarbeit „Wandel der sozialen und ökonomischen Rolle der Frau im ländlichen Armenien durch Arbeit – Lokale Initiativen als „Drivers of Change“?“ in dessen Rahmen er sich mit der Frage beschäftigt, ob und falls ja inwiefern zivilgesellschaftliche Organisationen (CSOs) im ländlichen Armenien durch ihre Arbeit zu einem Wandel der sozialen und ökonomischen Rolle der Frau beitragen (Betreuer: Prof. Dr. Fred Krüger).
Hier finden Sie mehr Informationen zur Masterarbeit von Eric Böttcher.

(Foto: Th. Sokoliuk – Timon Hellwagner, Tobias Chilla)

Einen weiteren Preis erhielt Timon Hellwagner für seine Masterarbeit zum Thema „Financialization and Resilience in a Regional Perspective: Conceptual Considerations and Empirical Explorations“ (Betreuer: Prof. Dr. Tobias Chilla). Er beschäftigt sich mit dem Wechselspiel von Finanzialisierung und Resilienz mit Fokus auf die vergangene Wirtschafts- und Finanzkrise sowohl in konzeptioneller als auch empirischer Perspektive.
Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Masterarbeit von Timon Hellwagner.

(Foto: Th. Sokoliuk – Elena Kropac, Verleihung durch Betreuer Thomas Mölg)

Mit dem Preis für Physische Geographie ausgezeichnet wurde Elena Kropač für ihre Masterarbeit in Physischer Geographie zum Thema „Multi-scale study of weather and mass balance anomalies it Brewster Glacier, Southern Alps of New Zealand: Resolving the mesoscale processes by atmospheric modeling“ (Betreuer: Prof. Dr. Thomas Mölg). Die Erforschung mesoskaliger Prozesse in der atmosphärischen Grenzschicht des Gebirges, die großräumige Signale in einen „lokalen Fußabdruck“ umzuwandeln und somit das Bindeglied zwischen der klimatischen Makroskala (großräumiges Klima) und Mikroskala (Gletschermassenbilanz) zu bilden, sind Gegenstand der ausgezeichneten Masterarbeit.
Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Masterarbeit von Elena Kropač.

(Foto: Th. Sokoliuk – Tobias Schneider, Tobias Chilla)

Den Preis für die Regionale Geographie in Franken erhielt Tobias Schneider für seine Masterarbeit zum sehr spannenden Thema „Leben zwischen den Welten. Transnationale Alltagsorganisation osteuropäischer 24-Stunden-Betreuungskräfte in der häuslichen Altenpflege„, in der er das transnationale Mobilitätsverhalten und die transnationale Alltagsgestaltung der Frauen aus Polen und Rumänien mittels qualitativer Interviews zwischen Deutschland und dem Herkunftsland untersucht (Betreuer: Prof. Dr. Tobias Chilla). Weltweit stellt der Privathaushalt nach der Landwirtschaft und der Industrie den drittgrößten Arbeitsplatz für Migrant*innen. Auch in Deutschland werden häusliche Arbeiten wie die Betreuung von pflegebedürftigen Personen, zunehmend von Migrant*innen durchgeführt. Schätzungsweise leben bis zu 400.000 Frauen, überwiegend aus mittel- und osteuropäischen Staaten in der Bundesrepublik und gehen einer häuslichen Betreuungsarbeit nach, die sich im rechtlichen Graubereich bewegt.

Alle Arbeiten können Sie in unserer Bibliothek ausleihen oder auch direkt mit der Preisträgerin oder den Preisträgern in Verbindung treten. Kontakte erhalten Sie bei den Betreuern oder Frau Donner.

 

Die Fränkische Geographische Gesellschaft vergibt auch für das Jahr 2020 drei Preise in Höhe von je 200 Euro für herausragende studentische Abschlussarbeiten (Master & Zulassungsarbeiten) mit einem Thema aus der Physischen Geographie, der Kulturgeographie und aus dem fränkischen Raum. Die Preisverleihung findet dann hoffentlich wieder unter regulären Bedingungen am „Tag der Erlanger Geographie“ während der Absolventenfeier am 2. Juli 2021 statt.

Eingereicht werden können Abschlussarbeiten, die zwischen Dezember 2019 und November 2020 in der Geographie fertiggestellt wurden. Der Bewerbung muss, neben der Arbeit, ein formlosen Bewerbungsschreiben und der Lebenslauf beigefügt werden. Letzter Abgabetermin ist der 7. Januar 2021 bei Sabine Donner, Sekretariat.