Achim Bräuning

Prof. Dr. Achim Bräuning

Ordinarius

Institut für Geographie
Lehrstuhl für Geographie (Physische Geographie)

Raum: Raum 03.190
Wetterkreuz 15
91058 Erlangen

Sprechstunde

nur nach Vereinbarung

  • Dendrolabor
    Raum: Raum UG des Philosophischen Seminargebäudes
    Bismarckstr. 1
    91054 Erlangen
  • Isotopenlabor
    Henkestr. 9/11
    91054 Erlangen

ab SS 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Physische Geographie am Institut für Geographie der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

bis WS 2005/2006 Privatdozent am Institut für Geographie der Universität Stuttgart

Studium:
1983-1993: Universität Stuttgart: Geographie HL
1984-1993: Universität Hohenheim: Biologie HL
1987-1992: Universität Hohenheim: Biologie Diplom; Nebenfächer: Zoologie, Bodenkunde, Biophysik

Diplomarbeit:
Zur Dendrochronologie und -klimatologie osttibetischer Waldgrenzstandorte. Mai 1992.

Dissertation:
Zur Dendroklimatologie Hochtibets während des letzten Jahrtausends. Dissertationes Botanicae 1999, Bd. 312, 164 S.

2021

2020

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2004

2003

2002

2001

2000

1999

1997

1996

1995

1994

Wintersemester 2016/17

  • Vorlesung: Ökozonen der Erde (gemeinsam mit R. Bäumler)
  • Physisch-Geographisches Kolloquium
  • Hauptseminar Mensch-Umwelt-Beziehungen
  • Phyisch-Geographische Methoden: Dendroökologie
  • Advanced Methods in Physical Geography: Applied Dendroecology
  • Modul Lehrforschung (gemeinsam mit C. Mayr): Ökologie Regionaler Waldstandorte

Research projects

Climate response of tree growth in Ethiopia along an altitudinal gradient and implications on local climate and regional atmospheric circulation dynamics.

(funded by DFG; BR 1895/15-1 within DFG Research Package „Functional Ecology and Sustainable Management of the Munessa Forest, Ethiopia“; www.soils.uni-hannover.de/forschung/munessa.htm); Schedule: 2008-2012

 

Dendrochronologische und radiometrische Untersuchungen zur Bau- und Siedlungsgeschichte Nepals und Tibets.

(funded by DFG; BR 1895/18-1, 2008-2010; in cooperation with Prof. Dr. Wolfgang Kretschmer, Institute of  Physics, University of Erlangen-Nürnberg; www.14c.uni-erlangen.de/)

 

Tree ring-based high-resolution temporal climate and environmental change in Corsica in the Late Holocene

(funded by DFG; BR 1895/20-1, 2010-2012; in cooperation with PD. Dr. Joachim Kuhlemann, apl. Prof. Dr. Michael Joachimski, Dr. Hubertus Leuschner)

 

Kurzfristige Auswirkungen und langfristige Konsequenzen klimatischer Extremjahre auf Waldökosysteme auf edaphischen Extremstandorten in Bayern

(FORKAST, 2009-2012; http://www.bayceer.uni-bayreuth.de/forkast/)

 

Tree growth and wood anatomy along elevational and nutritional gradients.

(funded by DFG; BR 1895/14-2 within DFG Research Unit RU 816; www.tropicalmountainforest.org/)

Schedule: 2010-2013

 

Monsoonal variations and climate change during the late Holocene derived from tree rings and glacier fluctuations (gemeinsam mit Dr. Jussi Grießinger (Erlangen) und Prof. Dr. Frank Lehmkuhl (Aachen) (funded by DFG; BR 1895/21-1; http://www.tip.uni-tuebingen.de/index.php/de/); Schedule 2011-2014

 

CLASH: Climate variability and landscape dynamics in Southeast-Tibet and the eastern Himalaya during the Late Holocene reconstructed from tree rings, soils and climate modeling.

Project part: Monsoonal variability and climate extremes during the last 2000 years in Bhutan and SE- Tibet derived from tree-ring parameters (funded by the Federal Ministry of Education and Research; Schedule 2011-2014)

 

Monsoon variability, tree ecology and sustainable land use in the Ailao Mountains, Yunnan Province, China (funded by Robert-Bosch-Foundation; Schedule 2011-2014)

 

TRENCH (Tree-Ring Environmental Network for Climate Change Monitoring): Developing a tree-based indicator system for environmental change impacts on forest ecosystems in southern Ecuador (funded by DFG; BR 1895/23-1 within DFG PAK 823; www.tropicalmountainforest.org/); Schedule: 2013-2017)

 

“STReESS – Studying Tree Responses to extreme Events: a SynthesiS“ (EU-COST Action FP1106; Schedule 2012-2016)

 

Dendroecological analyses of moisture conditions and climatically controlled ecosystem responses along an elevation gradient in the central Himalaya (Nepal) (funded by the Federal Ministry of Education and Research; Schedule 2015-2017).

 

Climatic impact on functional wood anatomy, seasonal wood formation, and tree growth along altitudinal gradients on Corsica (funded by DFG; BR 1895/27-1 within DFG PAK 927; Schedule: 2017-2019)

Deutschland

  • Modellierung des Wasserhaushaltes an trockenen Waldstandorten in Nordbayern
  • Klimatologische Steuerung holzanatomischer Parameter an Buchen in Nordbayern
  • Auswirkungen des Trockensommers 2015 auf Birken (Betula pendula) im mittelfränkischen Trockengebiet

Zwergsträucher

  • Einfluss der Mikrotopographie auf die Isotopenvariationen und den Wasserhaushalt alpiner Zwergsträucher

Ecuador

  • Untersuchungen zur räumlichen Variabilität von Isotopenvariationen im Holz von Cedrela montana in Bergregenwäldern Südecuadors (GIS- bzw. Modellierungsarbeit)
  • Holzanatomische Parameter als Indikatoren in ecuadorianischen Regenwäldern

China/Tibet

  • Isotopenphysikalische Untersuchungen an Nadelhölzern aus historischen Turm- und Tempelbauten Hochtibets zur Bestimmung klimatologischer Extremereignisse

Nepal

  • Analyse von Klimatrends des 20. Jahrhunderts anhand von isotopenphysikalischen Untersuchungen an waldgrenznahen Nadelhölzern des zentralen Himalaya
  • Holzanatomische Parameter als Indikatoren von Klimaänderungen im Nepal-Himalaya

Korsika

  • Holzanatomische Parameter als Indikatoren in korsischen Gebirgswäldern

 

Norwegen

  • Untersuchungen zur räumlichen Variabilität von Wachstumsschwankungen der Eibe (Taxus baccata) in Südnorwegen.

Iran

  • Berechnung eines klimatischen Höhengradienten im Alborz-Gebirge

Allgemeine Themen

  • Entwicklung einer objektrelationalen Datenbankstruktur für Jahrringdaten (Nebenfach Informatik von Vorteil)

Bäume können nicht sprechen? Bei uns schon!

Das Institut für Geographie widmet sich verstärkt den Mensch-Umwelt-Beziehungen – etwa dem Stadtklima und der Stadtvegetation, dem Klimawandel und der ökologischen Veränderungen in verschiedenen Regionen der Erde. Erlanger Wissenschaftler sind zudem an einem Projekt des bayerischen Forschungsverbundes FORKAST beteiligt, das die Auswirkungen klimatischer Extremereignisse auf Wälder an Trockenstandorten untersucht. Hier stehen vor allem die Zukunftschancen von Eichen und Rotbuchen im Brennpunkt, die ökologisch wie ökonomisch besonders wertvolle Baumbestände bilden.

Sie bearbeiten unter anderem Fragen wie: Wann und wie wächst eigentlich ein Baum? Und wie geht es einem Baum, der nicht im deutschen Wald wächst, sondern als Stadtbaum in einem Park einer mittelgroßen Stadt? Leidet er im Sommer unter Dürre und Schadstoffen und stellt gar teilweise sein Wachstum ein? Lassen sich hieraus vielleicht sogar Schlussfolgerungen ableiten, wie sich auch Waldbäume künftig verhalten werden, wenn im Zuge des Klimawandels die Sommer zunehmend heißer und trockener werden und somit immer dem Stadtklima ähneln? Der „twitternde Baum“ soll hierzu ergänzende Daten liefern und das Interesse insbesondere einer jüngeren Öffentlichkeit auf den Gesundheitszustand unserer Bäume lenken.

Der „Talking Tree“, die auserkorene, knapp 150 Jahre alte Stieleiche steht – passend zur Größe der Stadt – in einem der kleinsten botanischen Gärten Deutschlands und hat von dort aus eine perfekte Sicht auf die Altstadt rund um den Schlossplatz und den angrenzenden Schlosspark. Zukünftig berichtet der stattliche Baum regelmäßig über sein Befinden: Er teilt mit, wenn die Sonne seine Fotosynthese antreibt oder Regen seine Wurzeln tränkt. Er beklagt sich, wenn Ozon seine Atemwege reizt und freut sich, wenn er an Stärke zulegt. Er macht Bilder von seiner Umgebung und zeichnet singende Vögeln, das Säuseln des Windes oder Donnergrollen in seiner Umgebung auf.

Augen, Ohren und Stimme verleiht ihm modernste Technik, die bereits im März in der Eiche installiert und getestet wurde: Verschiedenste Messinstrumente überwachen das Wetter und das Pflanzenwachstum, eine Kamera schießt Fotos und ein Mikrofon lauscht auf Geräusche. Eine spezielle Software übersetzt diese Daten dann in verständliche Textbotschaften, die die Eiche ans Internet verschickt: Wer will kann ihr bei Twitter, Facebook, Flickr, Youtube und Soundcloud zusehen, wie es ihr in den nächsten Monaten ergeht. Näheres zur Technik gibt es in einem der Blogs.

Prof. Dr. Achim Bräuning ist wissenschaftlicher Betreuer dieses sogenannten “Talking Tree”-Projekts.
Interview mit Rundfunk Berlin-Brandenburg RBB

http://www.talking-tree.de/
http://www.facebook.com/talkingtree.de
http://twitter.com/#!/talkingtree_de
http://www.scilogs.de/wblogs/blog/talking-tree

Zusammenarbeit:
Prof. Dr. Achim Bräuning,
EuroNatur www.euronatur.org,
Dr. Daniel Lingenhöhl – Redaktion spektrumdirekt www.spektrumdirekt.de