Markus Lambracht

Markus Lambracht, M.A.

Department Geographie und Geowissenschaften
Institut für Geographie

Raum: Raum 02.267
Wetterkreuz 15
91058 Erlangen

Sprechstunde

nur nach Vereinbarung


Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter in der Arbeitsgruppe Regionalentwicklung von Prof. Dr. Tobias Chilla.

Aktuelles aus Forschung und Lehre finden Sie auf unserem Blog: www.regionalentwicklung.bayern

 

Forschung

Mein Forschungsfokus liegt auf Europäischer Raumentwicklung, Border Studies sowie regionaler Wirtschaftsgeographie, dabei insbesondere auf quantitativen Analysen und Datenvisualisierung.

 

Promotionsprojekt:

‚Relief matters?‘ Die Rolle des Reliefs für die sozioökonomische Entwicklung am Beispiel des Alpenraums.

Gebirgsregionen werden auf Grund ihrer geographischen Lage oftmals als sozioökonomisch benachteiligte Räume wahrgenommen. Aus der traditionellen Geographie heraus werden Regionen dabei als physisch-räumlich gegeben angesehen und unterlagen damit lange einem deterministischen Verständnis von Raum. In der konstruktivistischen Sozialgeographie wurden Räume sodann als Ergebnisse gesellschaftlicher (Aushandlungs-)Prozesse betrachtet, was dem Relief einen Erklärungsgehalt tendenziell abspricht.

Mit dem ‚material-turn‘ in den Raumwissenschaften treten in jüngerer Zeit Konzepte mit post-diskursiver Ausrichtung zunehmend in den Vordergrund und betonen neben relationalen Sichtweisen auch die Wichtigkeit nicht-diskursiver Betrachtungsweisen. Materialität, also die physische Beschaffenheit von Räumen, hat dabei nach weitgehender Abwesenheit in konstruktivistischen Ansätzen wieder an Relevanz gewonnen. Vor dem Hintergrund dieser Debatten bekommen funktionale Argumente nun eine neue Bedeutung.

Hier knüpfen meine Untersuchungen des Alpenraums im Hinblick auf sozioökonomische Entwicklung an. In meiner Forschung steht für mich die Frage nach der Rolle von Relief – im Sinne von Topographie und Oberflächenstruktur – im Zusammenhang mit der Entwicklungen sozioökonomischer Trends in Gebirgsregionen im Fokus. Im engeren Sinne sind dabei Raumzuschnitte mit vergleichbarer Ausgangssituation im Hinblick auf Relief und Lage und deren Entwicklungspfade von besonderem Interesse. Durch eine Kombination statistischer Berechnungen mit Fernerkundungsdaten werden zunächst räumliche Muster im Alpenraum identifiziert und Zusammenhänge untersucht. Mittels ausgewählter besonders aussagekräftiger Fallstudien werden diese räumlichen Muster sodann überprüft und eingeordnet.

Die Arbeit beleuchtet die Rolle der Oberflächenstruktur als materiellem Raumaspekt für die sozioökonomische Entwicklung von Gebirgsregionen. Um geodeterministische Vereinfachungen zu überwinden, werden auf möglichst kleinräumiger Ebene Spezifika herausgearbeitet (Anteil von Siedlungsfläche an der Gesamtfläche, Höhenunterschiede, Erreichbarkeiten etc.) und in facettenreicher Weise kombiniert und hinterfragt.

 

 

Publikationen

 

Projekte

Ausgewählte Projekte:

  • Alpenzustandsbericht zum Thema Alpine Städte (2020-2022) (i.A. des Schweizer Amtes für Räumliche Entwicklung, gemeinsam mit Climonomics)
  • ESPON ACTAREA (2020-2022): Thinking and planning in areas of territorial cooperation – web app (mit Spatial Foresight und University of Geneva)

 

Curriculum Vitae

  • Seit 2021: Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter in der Arbeitsgruppe Regionalentwicklung bei Prof. Dr. Tobias Chilla am Institut für Geographie
  • 2018 bis 2021: Studium der Kulturgeographie, MA (FAU Erlangen-Nürnberg) mit der Vertiefung Regionalentwicklung, Masterarbeit zum Thema „Cross-Border Governance – Kooperationsintensität und Institutionalisierungsgrad regionaler grenzüberschreitender Zusammenarbeit in deutschen Grenzregionen“
  • 2017 bis 2020: Mitarbeit am Institut für Geographie als studentische Hilfskraft, u.a. in der Arbeitsgruppe Regionalentwicklung bei Prof. Dr. Tobias Chilla
  • 2015 bis 2019: Studium der Kulturgeographie, BA (FAU Erlangen-Nürnberg)