Entwicklungsforschung: Rural Change & Development

Im „Focus team Entwicklungsforschung“ beschäftigen wir uns mit Fragen des Wandels und der Entwicklung ländlicher Räume in einer globalisierten Welt – Rural change and development in a globalized world.
Dabei stehen die sozialen/kulturellen und ökologischen Dimensionen dieses Wandels im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses, wobei die beiden Dimensionen sowohl für sich betrachtet als auch als sozial-ökologisch zusammengedacht diskutiert werden.
Bis September 2024 war das Team dem Lehrstuhl für Kulturgeographie und Entwicklungsforschung zugeordnet (Prof. Dr. Perdita Pohle). In der Nachfolge (seit Januar 2025) ist sie an den Lehrstuhl für Kulturgeographie und Gesellschaft-Umweltforschung (Prof. Dr. Sandra Jasper) angebunden. Alle (assoziierten) Mitarbeitenden sind weiterhin in ihren jeweiligen Forschungsbereichen aktiv. Zusätzliche Informationen sind auf den persönlichen Homepages zu finden.

PD Dr. Andres Gerique-Zipfel
Privatdozentinnen und Privatdozenten
Kontakt

Dr. Julia Kieslinger
Stipendiatinnen und Stipendiaten
Kontakt

PD Dr. Stefan Kordel
Wissenschaftliche Mitarbeitende
Kontakt

Prof. Dr. Perdita Pohle
Professorinnen und Professoren im Ruhestand
Kontakt

Dr. Tobias Weidinger
Wissenschaftliche Mitarbeitende
Kontakt
Forschungsgegenstände sind zum einen unterschiedliche Formen der Raumnutzung, wie Landnutzung und ihre Bewertung, räumliche Muster und Dynamiken sowie Aneignung von Raum durch verschiedene Akteure und Gruppen, z.B. transnationale Unternehmen, Subsistenzbäuerinnen und -bauern oder Migrantinnen und Migranten. Einen zweiten Schwerpunkt bilden verschiedene Formen von Mobilitäten bzw. Immobilitäten, wie Tourismus, temporäre oder permanente Zu- bzw. Abwanderung sowie Bleiben in ländlichen Räumen (rural staying). Thematisch beschäftigt sich die Arbeitsgruppe dabei mit Fragen von Macht und Konflikten (power & conflicts), Territorium und Raum (territory & place) sowie Identität und Zugehörigkeit (identity & belonging) vor dem Hintergrund spezifischer Kontexte des Ländlichen.
Mithilfe ortsbezogener (place-based) sowie partizipativer Ansätze fokussieren Forschungen mindestens eines der folgenden Elemente: individuelle und kollektive Bedeutungen, Alltagspraktiken, Strategien und/oder Selbstermächtigung (empowerment) von Akteuren oder Akteursgruppen. Diese Herangehensweise ermöglicht sowohl analytische als auch angewandte Fragestellungen.
Laufende Projekte
- Gesundheit! Teilhabe im Gesundheits- und Pflegesektor (2022-2025, Stiftung Mercator, in Kooperation mit dem Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg, Leitung: Prof. Petra Bendel)
- Migration – (Sprach)Identität – Citizenship: „Bateyes“ in der Dominikanischen Republik (2022-2025, DFG, in Kooperation mit dem Institut für Romanistik der FAU)
- Gesundheitsfördernde Quartiere – Bedingungen und Bedarfe von Menschen in Schwierigen Lebenslagen (2024-2027, Wüstenrot Stiftung, Leitung: Dr. Stefan Kordel)
Abgeschlossene Projekte
- EMILIE – Ehrenamtliches Engagement für und von Migrant*innen in ländlichen Räumen: soziale Bedingungen, Potenziale und Aktivierungsstrategien (2021-2024, im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung, BMEL)
- Auswirkungen des marktbasierten Naturschutzes auf das kulturelle Kapital der indigenen Völker Amazoniens (2020-2023, DFG)
- Biosphere Reserves and Biodiversity Conservation in Megadiverse Ecuador (2019-2023, DAAD)
- BLIZ – Blick in die Zukunft: Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft, Landnutzung, Ökosystemleistungen und Biodiversität in Bayern bis 2100
(2018-2023, StMBW) – Teilprojekt 6 „Multifunktionale ländliche Räume in Bayern im Kontext des Klimawandels: Wahrnehmung und Bewertung sozial-ökologischer Transformationen und Akzeptanz von nachhaltigen Landnutzungsoptionen“ - MATILDE – Migration Impact Assessment to Enhance Integration and Local Development in European Rural and Mountain Regions (2020-2023, im Rahmen des EU H2020 Forschungsprogramms)
- Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands (2018-2021, im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung, BMEL, aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages) – Teilprojekt 2 „Perspektiven der Geflüchteten“
- Denkwerkstatt „Potenziale von Zuwanderung für ländliche Entwicklung“ (2019-2020, Robert Bosch Stiftung GmbH)
- New migration processes and rural development in rural peripheral areas: status quo and strategies (2016-2017, DAAD, in Kooperation mit der Università degli Studi di Trieste, Italien)
- Gekommen, um zu bleiben! Wohnstandortentscheidungen anerkannter Flüchtlinge im ländlichen Raum Niederbayerns – eine retrospektive Analyse (2016-2017, Staedtler Stiftung)
- Human ecologial parameters in the Biosphere Reserve Podocarpus – El Cóndor (2010-2012, verlängert bis 2015, DFG/BMZ)
Forschungsprojekt im Rahmen der DFG-Forschergruppe FOR 816 „Biodiversity and Sustainable Management of a Megadiverse Mountain Ecosystem in South Ecuador“
- Forschungsbereich Migration, Flucht und Integration am Institut für Politische Wissenschaft der FAU (Prof. Dr. Petra Bendel)
- Institut für Romanistik der FAU (Prof. Dr. Silke Jansen)
- Institut für ländliche Räume, Johann Heinrich von Thünen-Institut. Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Braunschweig
- Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Migrationspolitik (Prof. Dr. Hannes Schammann) sowie Programmbüro Land.Zuhause.Zukunft, Uni Hildesheim
- Professur für Humangeographie mit dem Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung (Prof. Dr. Birgit Glorius), TU Chemnitz
- Fachgebiet für Waldinventur und nachhaltige Nutzung (Prof. Dr. Thomas Knoke), TU München
- AK Hochgebirge (DGfG)
- AK Lateinamerika (DGfG)
- Arbeitsgemeinschaft für Vergleichende Hochgebirgsforschung
- Arbeitsgruppe Andenländer der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung (ADLAF)
- AK Ländliche Räume (DGfG)
- Department of Development, Environment and Territory, Facultad Latinoamericana de Ciencias Sociales (FLACSO), Ecuador
- Universidad Mayor de San Andrés (UMSA), Bolivien
- Institut für Verhandlungsprozesse Zürich, Schweiz
- Department of Geography and Economic History, University of Umeå, Schweden
- Lifestyle Migration Hub


