Stefan Hippe

Stefan Hippe

Department Geographie und Geowissenschaften
Institut für Geographie

Raum: Raum 2.255
Wetterkreuz 15
91058 Erlangen

Sprechstunde

nur nach Vereinbarung


Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Regionalentwicklung von Prof. Dr. Tobias Chilla.

Aktuelles aus Forschung und Lehre finden Sie auf unserem Blog: www.regionalentwicklung.bayern

seit 2019: Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Regionalentwicklung von Prof. Dr. Tobias Chilla am Institut für Geographie der FAU Erlangen-Nürnberg, seit 2021 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter

2018-2020: Studium der Kulturgeographie mit Auszeichnung, MA (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Masterarbeit zum Thema „Die Auswirkungen von Dezentralisierung und Metropolisierung auf die Zukunftspotentiale ausgewählter französischer Städte – Eine vergleichende Clusteranalyse“

2014-2018: Studium der Kulturgeographie, BA (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

Praktische Erfahrungen in der GfK Konsumforschung (Nürnberg) und im Regionalmanagement (Landkreis Fürth)

Publikationen

Chilla, T, Große, T., Hippe, S, & Walker, B. B. (2021). COVID-19 incidence in border regions: Spatiotemporal patterns and border control measures. Public Health. Advance online publication. https://doi.org/10.1016/j.puhe.2021.11.006

Bertram, D. et al. (2019): Räumliche Integration: Das Beispiel der bayerischen Grenzregionen zu Österreich und Tschechien. Working Paper No. 3 der AG Regionalentwicklung an der FAU. Online unter: https://www.geographie.nat.fau.de/files/2017/12/Lefo_19_Raeumliche-Integration-Bayern.pdf.

 

Vorträge

„Cohesion and resilience in Czech-German border regions: a post crisis reflection“. Opportunities and Threats for Business Economics in Cross-Border Comparsion 2021 (XB-CON International Conference). 11.-12.11.2021, Železná Ruda.

Quantitative Methoden der empirischen (Sozial- und) Regionalforschung (Vertiefte Methodik Master) SS 21

Online-Vorlesung Nachhaltige Regionalentwicklung betreut (VL KG vertieft) SS21, WS 21/22

Forschungsfokus auf grenzüberschreitender Raumentwicklung und regionalen Analysen, insbes. quantitative Verfahren.

 

Promotionsvorhaben: Resilienz in Grenzregionen

Im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs ist zunehmend die Rede von Resilienz. Dies liegt vor allem an den immer häufiger auftretenden Schocks sowie Krisen, welchen moderne Gesellschaften ausgesetzt sind. Sämtliche Krisen, wie z.B. die Finanzkrise, Naturkatastrophen oder die Coronakrise stellen alle Betroffenen vor teils unvorhersehbare Schwierigkeiten. In diesem Zusammenhang beschreibt der Begriff Resilienz die Entstehung und Auswirkungen solcher Schockereignisse. Die Arbeit verankert sich somit in der Resilienzforschung (regional resilience).

Im Mittelpunkt des Promotionsprojekts stehen Grenzregionen, welche im wissenschaftlichen Diskurs der border studies seit mehreren Jahrzehnten diskutiert werden. Dies erweitert die Resilienzforschung, welche das Augenmerk häufig auf Nationalstaaten oder innerstaatliche Metropolregionen legt.

Grenzregionen werden von der Europäischen Union zwar als ‚Labore Europas‘ bezeichnet, sind in der Realität aber häufig die ‚Museen Europas‘. Gründe hierfür sind u.a. negative Grenzraumeffekte durch institutionelle Unterschiede, lückenhafte Infrastrukturen, eine periphere Lage oder sprachliche Barrieren. In der Coronakrise rückten Grenzregionen in den politischen und medialen Fokus. Dies lag vor allem an der Ausbreitung des Virus über die Grenzen und damit einhergehenden Grenzkontrollen und -schließungen. Familien wurden getrennt, der grenzübergreifende Arbeitsweg unpassierbar und Lieferketten unterbrochen.

Grenzregionen sind erst seit wenigen Jahren Teil der Resilienzforschung. Demnach besteht für das resultierende Konzept der border regional resilience im wissenschaftlichen Diskurs ein großer Forschungsbedarf. Hier schließt das Promotionsprojekt an. Die zentrale Frage der Arbeit ist, ob es in Krisenzeiten einen Unterschied macht, dass eine Region eine Grenzregion ist und welche Vorteile oder Nachteile dies haben kann.

Folglich werden die folgenden Fragestellungen untersucht:

  • Wirken sich Schockereignisse in Grenzregionen anders aus als in nicht Grenzregionen?
  • Welchen Einfluss hat die Grenze auf die Auswirkungen eines Schockereignisses und die Resilienz?
  • Sind Grenzregionen resilienter als nicht Grenzregionen?
  • Wie sind eventuelle Unterschiede oder Gleichheiten zu erklären?

Die aufgeführten Fragestellungen werden mithilfe quantitativer Methoden operationalisiert. Hierfür dienen Datenauswertungen zur Finanzkrise 2008/2009 und der Coronakrise 2020/2021 für Grenzregionen und nicht Grenzregionen. Verschiedene sozioökonomische Indikatoren spielen hierbei eine Rolle. Beispielhaft seien Wirtschaftsindikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt und die Beschäftigtenquote oder demographische Indikatoren wie die Bevölkerungsentwicklung genannt.

Cohesion in Border Regions (CoBo): Territorialer Zusammenhalt in Deutschlands Grenzregionen. Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)