Jahr: 2026

Die Arbeitsgruppe Kulturelle, Politische und Digitale Geographien am Institut für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sucht zum 15. Mai oder 1. Juni eine studentische Hilfskraft zur Unterstützung von Forschungs- und Lehrprojekten im Bereich der Kulturellen, Politischen ...

Das neue Vortragsprogramm wirft verschiedene Perspektiven auf das Feld der Klimaanpassung. In den letzten zwanzig Jahren ist Klimaanpassung zu einem zentralen Politikfeld geworden, begleitet von vielfältiger Forschung, die zunehmend kritisch Fragen von Gerechtigkeit, Macht und Wissensproduktion einbezieht. Trotz klar definierter Planungsabläufe zeigen aktuelle ökologische und gesell¬schaftliche Krisen die Grenzen gängiger Anpassungsansätze. Die Vorlesungsreihe beleuchtet dieses Span¬nungsfeld zwischen etablierten Steuerungsformen und lokal sehr unterschiedlichen, oft widersprüchlichen Dynamiken und entwickelt kritisch-geographische Perspektiven auf die Herausforderungen der Klimaanpassung.

Dieser Vortrag rückt die Perspektiven lokaler Akteur:innen in den Mittelpunkt und fragt am Beispiel kleiner und mittlerer Kommunen in Mitteldeutschland: Wie wird der Klimawandel vor Ort wahrgenommen, eingeordnet und politisch bearbeitet? Mit einem akteurszentrierten, wahrnehmungsbasierten Ansatz leistet der Vortrag einen Beitrag zu einem differenzierten Verständnis lokaler Klimaanpassung und zeigt auf, welche spezifischen Herausforderungen und Handlungsbedarfe sich insbesondere für kleinere und mittlere Kommunen ergeben.

Marginalisierte und arme Menschen sind ungleich stärker vom Klimawandel betroffen. Am Beispiel Deutschlands und der Sektoren Landwirtschaft und Gesundheit zeigt der Vortrag die Grenzen bestehender Ansätze auf, ordnet den eingeschränkten Handlungsspielraum kritisch ein und setzt diesen in globale Zusammenhänge. Der Vortrag diskutiert abschließend, welchen Richtungswechsel es braucht, um Klimaanpassungspolitik an den Wurzelursachen sozialer Verwundbarkeit auszurichten.