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Akamani Trail

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Kurzbeschreibung | Details Tag 1 | Details Tag 2 | Details Tag 3 | Details Tag 4

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Trek1_PanoramaTambillo

Das Panorama am Paso de Tambillo.

Kurzbeschreibung:

Karte: Panorama Trail

Der Akamani Trail kann als physisch anspruchsvoll bezeichnet werden und eine Begleitung durch lokale Guides und ggf. Lasttiere für das Gepäck ist für unerfahrene Touristen durchaus empfehlenswert.

Die Route führt von Lagunillas über Curva Richtung Nevado Akamani, dann ostwärts über Hatunpampa nach Huayrapata/Kapna bis nach Chullina. Ein warmer Schlafsack (empfohlener Komfortbereich bis -5°C) und ein gutes Zelt sind wichtig, um die meist feucht-kalten Nächte komfortabel zu überstehen. Nachts kann es gefrieren, tagsüber sind hingegen ein ausgiebiger Sonnenschutz und luftige Kleidung angeraten. Der höchste Punkt des Treks liegt bei einer Höhe von 4701 m, weshalb eine gute Akklimatisierung vor Aufbruch erreicht sein sollte. Ebenfalls muss in der Planung und auch in Absprache mit den Guides für ausreichend Proviant gesorgt werden, da auf dem Trek kaum Versorgungsmöglichkeiten bestehen.

Die Anstrengung und der notwendige Entbehrungsreichtum werden aber mit dem hautnahen Erleben der andinen landschaftlichen Vielfalt auf engstem Raum und zahllosen, atemberaubenden Fotomotiven belohnt.

An- und Abreise: Von/nach La Paz beziehungsweise von/nach Charazani fährt man mit Taxi oder Bus (Fahrzeit ca. 1,5 h). Die Busfahrzeiten von Charazani nach Curva/Chullina (und vice versa) können vor Ort in Erfahrung gebracht werden, grobe Richtwerte für die verfügbaren Verbindungen können sie hier ablesen.

Tag Hmin
m
Hmax
m
Anstieg
hm
Abstieg
hm
Distanz
km
Gehzeit
h
1 3782 4288 650 228 9,7 5
2 3653 4701 510 1137 9,8 6
3 3592 3810 342 186 5,5 3
4 3472 4106 386 691 8,7 5
insgesamt 3472 4701 1888 2242 33,7 19

Akamani Trail – Download: GPX | KML


Tag 1 – Von Lagunillas zum Fuße des Paso de Tambillo

160510_hoehenprofil_trek01_1In der Unterkunft in Lagunillas, einer Hacienda bei S15° 07.393′ W69° 00.421′, gibt es nach Absprache mit der Hausdame leckere warme Mahlzeiten. Die Herberge verfügt über ca. 20 Betten sowie saubere sanitäre Einrichtungen. Ca. 100 m vom Haus entfernt liegt eine Lagune, entlang derer die Straße nach Curva verläuft. Unsere Route folgt der Straße, die östlich gegenüberliegende Talseite ist sehr imposant, da sie nahezu komplett terrassiert ist (Terassenfeldbau -> Altsiedelland).

Im Zentrum von Curva bei Wegpunkt marker1 (S15° 07.799′ W68° 59.995′) auf einer Höhe von 3854 m gibt es an der Plaza vier kleine Geschäfte, die lediglich morgens zwischen ca. 6-8 Uhr und abends zwischen ca. 20-22 Uhr geöffnet sind, weil die Ortsansässigen tagsüber mit der Bestellung der Felder beschäftigt sind. Weiterhin finden sich an der Plaza ein Baño Publico und eine Kirche, etwas abseits ein modernes Krankenhaus und auch die traditionellen Heildienste und Rituale der Kallawaya können in Curva in Anspruch genommen werden.

Am östlichen Ortsausgang steht bei S15° 07.753′ W68° 59.951′ eine ausgeblichene Übersichtskarte, die den alten Pelechuco-Trail zeigt (für eine genaue Orientierung ist die Karte jedoch untauglich). Unsere Route verlässt das Dorf auf einem gut befestigten, ehemaligen Inka-Pfad. Kurz nach Curva findet sich auf der linken Wegseite ein Quellhorizont, aus dem Wasser entnommen werden kann (S15° 07.656′ W68° 59.857′). Achtung: Für Trinkwasser Abkochen! Circa 5 Minuten von Curva entfernt erhält man erstmals eine gute Aussicht auf den Nevado Akamani (5391m). Das anstehende Gestein wechselt nun von Sandstein zu Schiefer, auf dem man weitflächig Eisenoxide erkennen kann. Das hier anzutreffende metamorphe Gestein ist ein Beleg für die hohe tektonische Aktivität und die starke Umwälzung der Gesteinsschichten während der Auffaltung der Anden. Die Route weicht nun bei S15° 07.055′ W68° 59.766′ vom alten Inka-Trail ab und führt links weiter auf einen Trampelpfad, von dem aus auf der rechten Seite immer wieder kleine Brandspuren zu erkennen sind: Hier wurden Büsche angezündet, einerseits, um eine Aschedüngung des Bodens durchzuführen, andererseits, um Platz für frische Grastriebe (-> wertvolle Nahrung für das Vieh) zu schaffen. Der Pfad ist umgeben von gemeinschaftlich genutzten, landwirtschaftlichen Flächen, die zum Teil als „Sozialbrachen“ bezeichnet werden können, da einige verschiedene vegetative Sukzessionsstadien aufweisen oder bereits verbuscht sind.

Die Route führt weiter talaufwärts Richtung Nordosten entlang eines alten Bewässerungskanals mit betonierten Wasserschächten/Ventilstationen. Entlang des Weges kann man immer wieder kleine Quellen finden. Die Route führt nach einem kurzen Stichweg weiter auf den Hauptweg, der zu einem Fluss gelangt. Diesen kann man über eine kleine Brücke bei Wegpunkt marker2 (S15° 05.937′ W69° 00.392′) einfach passieren. Die Flussaue eignet sich hervorragend für eine Pause, da sich in der Nähe Alpakaweiden befinden und man mit etwas Glück einige der Tiere beobachten kann.

Nach der Rast folgt der erste steilere Anstieg, parallel zu einem in der Schlucht auf der rechten Seite verlaufenden Fluss, während auf der linken Seite Felder und saisonale Schutzhütten liegen. Entlang der Schlucht gedeihen auf dem ostexponierten Hang Bromelien, was auf regelmäßig auftretende Nebelbildung zurückzuführen ist. Die Route führt ab jetzt durch ein Gebiet namens Huaca Pampa. Nach der Überquerung eines Baches über eine weitere Brücke bei Wegpunkt marker3 (S15° 05.540′ W69° 00.399′) gibt es ein paar wenige permanent bewohnte Häuser, deren Bewohner traditionelles, handgemachtes Kunsthandwerk zum Verkauf anbieten. Zur Rechten befinden sich zum Schutz vor dem Vieh eingefriedete Kartoffelfelder, die aufgrund des hier angewandten Rotationssystems häufig auch brach liegen. Man steigt anschließend durch ein glazial überprägtes Tal auf eine Anhöhe, wo weitere Tiere gesichtet werden können (Alpakas, Schafe), außerdem gibt es hier eine verrostete Infotafel, die die Fauna der Region beschreibt.

Der Aufstieg zum Camp erfolgt dann erneut auf einem ehemaligen Inka-Trail, das umgebende Tal bietet nahezu alle Elemente des periglazialen Formenschatzes (z.B. Buckelwiesen, Solifluktionsloben, große Findlinge, mehrere zu überschreitende Moränenwälle). Das Camp (Höhe: 4288m) wird bei Wegpunkt marker4 (S15° 04.386′ W68° 59.933′) im Becken eines ehemaligen Endmoränensees aufgeschlagen, das heute aufsedimentiert, moorig und von zahlreichen kleinen Wasserläufen durchzogen ist. Der Untergrund ist jedoch trocken und außerdem relativ weich, weshalb er sich gut als Übernachtungsplatz eignet. Das Becken ist von pittoresken Bergflanken umgeben, auf den saftigen Wiesen weiden Alpakas. Spätnachmittags wird das Camp von dichten Nebelschwaden umschlossen, die in der Nacht zwar für Feuchtigkeit sorgen und einen längeren Aufenthalt außerhalb des Schlafsacks / Zelts unangenehm machen, dafür aber eindrucksvolle Fotomotive abgeben.

 

Am Abend wird es frisch in Camp 1!

Bildergalerie Tag 1:

Tag 2 – Über den Tambillo-Pass zum zweiten Camp

Vom Camp aus beginnt Tag 2 unmittelbar mit dem steilen Aufstieg zum Kullawaya-Pass. Die Route führt weiter auf dem akzeptabel befestigten Inka-Trail. Auf dem Weg befindet sich zur Linken ein sog. Tambo (Rastplatz der Inka) und wenig später bei S15° 03.987′ W68° 59.682′ ein Ritualplatz, an dem man eine Schieferpatte aufstellt, „um bei Kräften zu bleiben“, erklärt unser Guide. Während des gesamten Anstiegs hat man den Nevado Akamani im Blick.

Auf dem Kullawaya-Pass (4580 m) findet sich ein aufgeschichteter Steinhaufen, der als heiliger Platz (=Huaca) dient. Der folgende Anstieg zum Tambillo-Pass ist sehr steil und verläuft im Zick-Zack, bis bei Wegpunkt marker5 (S15° 03.669′ W68° 59.453′) die maximale Höhe von 4701 m erreicht wird, wo es ebenfalls eine Huaca zu sehen gibt, an der man einen Stein ablegen kann. Nach dem zweiten Pass folgt ein gemächlicher Abstieg, der den Inka-Trail verlässt. Man hält sich rechts, wo ein kleiner befestigter Weg entlang stark überhängender Felsklippen verläuft. Diese Überhänge dienen den dort weidenden Pferden als Zufluchtsort und wurden nach Auskunft unseres Guides von den „Inkas“ (=historische Vorfahren, damit sind nicht zwingend die Inka während dem 13. – 16. Jhd. gemeint) in den Fels getrieben.

Die weiterhin deutlich glazial überprägte Landschaft zeichnet sich aus durch kleine Lagunen und Polstermoore (Pofedales), die vergletscherte Cordillera Apolobamba im Norden, sowie die eindrucksvollen Sturzkegel und zu erkennenden Endmoränenwälle entlang des weiten, südwestwärts verlaufenden Trogtals. Die Mittagspause kann auf einer kleinen Anhöhe am Ausgang des durchschrittenen Hängetals bei Wegpunkt marker6 (S15° 03.714′ W68° 58.875′) gemacht werden, von wo aus der Nevado Akamani – sofern nicht wolkenverhangen – gut sichtbar ist. Danach weicht die Route aus Zeitgründen und wegen der potenziell besseren Sicht vom ursprünglich geplanten Trek ab. Von nun an gibt es keinen befestigten Pfad mehr, der Weg führt hangparallel durch hohes Ichu-Gras und quert einige Quebradas (S15° 04.192′ W68° 57.690′).

Nachmittags zieht auch hier wieder dichter Nebel auf, der einem fast gänzlich die Sicht verdeckt. Es ist angeraten, gut auf den Boden zu schauen, denn es gibt hier dolinen- bis schluchtartige Strukturen entlang der Quebradas, die behutsam überschritten werden müssen marker7 (S15° 04.342′ W68° 57.354′). Nach dem circa eineinhalbstündigen Abstieg durch Nebel und Ichugraswiesen gelangt man auf einen schmalen Viehpfad mit einer Tranka (Grenze Viehhaltung / Ackerbau bei ca. 4000 m) bei S15° 04.426′ W68° 57.138′, dem man talabwärts folgt. Am Wegrand gibt es viele verschiedene Pflanzenarten zu entdecken, bspw. verschiedene Arten von Schwarzmaulgewächsen und Baccharis, darüber hinaus etliche blühende Blumen.

Die anthropogen herabgesetzte Baumgrenze befindet sich in einer Höhe von ca. 3800 m. Im vergleichsweise feuchten Tal wird mehrmals ein kleiner Flusslauf ohne Brücken überquert und der Weg führt vorbei an den Ruinen der ehemaligen Estancia Tikinhuaya (S15° 05.130′ W68° 56.858′). Unweit dieser Stelle können in den Flussauen geeignete Plätze für das Nachtcamp bei Wegpunkt marker8 (S15° 05.280′ W68° 56.730′) gefunden werden (Höhe: 3654 m). Im Fluss gibt es Truchas (=Forellen), die mit einfachem Angelgerät gefangen und mit Salz und Öl schmackhaft zubereitet werden können. Mit dem Sonnenuntergang fallen die Temperaturen rasch und auch die nebelbedingte Feuchtigkeit wird zunehmend unangenehm. An einem Lagerfeuer lässt es sich abends jedoch aufgrund der geringeren Höhe des Terrains und der schwachen Winde in diesem Tal relativ lange aushalten.

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Nivale Stufe auf Höhe des Paso de Tambillo (4701 m).

Bildergalerie Tag 2:


Tag 3 – Ein kurzer Weg nach Huayrapata

160510_hoehenprofil_trek01_3Der dritte Tag startet mit der Überquerung einer weiteren Quebrada bei Wegpunkt marker9 (S15° 05.358′ W68° 56.716′) unmittelbar nach dem Camp. Der Weg führt entlang der westlichen Talseite auf schmalen Trampelpfaden, zumeist höhenlinienparallel mit wenigen steilen Anstiegen.

Der gegenüberliegende, westexponierte Hang zeichnet sich aufgrund der höheren Feuchtigkeit durch dichte Waldbestände aus, während der Ostexponierte trockener ist und eine lichtere Vegetationsbedeckung aufweist (kaum Bäume). Am Wegrand befinden sich ummauerte Felder, in denen jeweils eine Schutzhütte zur saisonalen Nutzung bereitsteht. Angebaut werden Oca (= Papa Lisa), Kartoffeln und Getreide. In der Ferne können nun auch bereits die beiden Dörfer Kapna und Pajan erspäht werden, wohingegen das Ziel der heutigen Etappe, Huayrapata, noch nicht sichtbar ist, da die Siedlung hinter einem Sporn liegt.

Der Weg durchquert insgesamt acht Quebradas und die dazugehörigen Schluchtwäldchen, die aufgrund des (saisonalen) Wasserangebots in diesen Abflussrinnen bestehen können (S15° 05.760′ W68° 56.658′ und S15° 06.501′ W68° 56.692′). Zum Teil kommen hier auch Forellen vor. Der Weg führt neben den Quebradas auch an mehreren Hangrutschungen vorbei, die verschiedene vegetative Sukzessionsstadien zeigen. Der Inka-Trail verläuft oberhalb der Baumgrenze entlang des gegenüberliegenden Hangs. Am Wegrand kann man vielerorts aufgelassene Terassen entdecken und die gesamte Vegetation scheint stark anthropogen überprägt (ehemaliger Terrassenfeldbau, Viehhaltung). Am gegenüberliegenden Hang sind große dunkle Flächen und Rauchfahnen zu erkennen, was erneut auf die Praxis der Brandrohdung hinweist und erklärt, warum die sichtbare Baumgrenze hier bei nur ca. 3500 m liegt.

Für eine Mittagspause bietet sich eine sonnige Anhöhe bei Wegpunkt marker10 (S15° 06.581′ W68° 56.341′) an, wo man bei guten Witterungsverhältnissen einen guten Ausblick auf den Nevado Akamani und die umliegenden Dörfer hat. Außerdem befindet sich hier eine Ruine, die ein gutes Fotomotiv darstellt. Kurz bevor wir Huayrapata erreichen, durchquert die Route bei S15° 07.126′ W68° 56.408′ einen riesigen Gully (Erosionsrinne) bzw. ein junges Kerbtal, dessen vegetationslose Flanken aus besonders lockerem Material bestehen. Hier kommt es immer wieder zu Felsstürzen und Erdrutschen, weshalb der Weg sehr schmal ist und mit Vorsicht begangen werden sollte. In Huayrapata kann bei Wegpunkt marker11 (S15° 07.376′ W68° 56.373′) eine freie Fläche oberhalb des Dorfes als Campingplatz genutzt werden, die sich im Besitz der Gemeinde befindet. Insgesamt leben acht Familien im Dorf, bei denen ggf. Kartoffeln oder andere landwirtschaftliche Erzeugnisse käuflich erworben werden können. Bei S15° 07.377′ W68° 56.345′ befindet sich eine Wasserzisterne, die zum Auffüllen der Wasservorräte genutzt werden kann (Achtung: Für Trinkwasser Abkochen!).

Trek1_PanoramaMittagspauseTag3

Panorama über das Tal des Río Suchuiti.

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Der „Ortseingang“ des Weilers Huayrapata bei Kapna.

Bildergalerie Tag 3:

Tag 4 – Von Kapna nach Chullina

160510_hoehenprofil_trek01_4Vom Camp aus geht man zunächst einen kleinen Trampelpfad am Hang mit der Wasserzisterne hinunter. Der Piste nach Kapna folgend quert die Route dann bei S15° 07.448′ W68° 56.317′ eine weitere wasserführende Quebrada namens Hucho Anorrolla. Unterhalb des unteren Ortsteils von Kapna befinden sich die Inka-Ruinen „Las Ruinas Chuillpapata“, die frei besichtigt werden können. Von oben ist ein viereckiger Platz sichtbar, der den Inkas einst als Hauptplatz diente und auf dem später von den spanischen Konquistadoren eine Kirche errichtet wurde.

Kurz darauf erreicht man über die Straße das Dorf Kapna, wo insgesamt zehn Familien (rund 80 Personen) leben. Auf dem Platz im Zentrum von Kapna bei Wegpunkt marker12 (S15° 07.755′ W68° 55.693′) befindet sich ein Telefonhäuschen und es gibt auch einen kleinen Laden, dessen Öffnungszeiten allerdings nicht festgelegt oder gar angeschrieben sind und deshalb erfragt werden müssen. Die Hänge links und rechts des Weges nach Kapna sind vom Feldbau geprägt und werden mit traditionellen Werkzeugen wie beispielsweise der (Chaqui-) Taclla (= traditioneller Grabstock) bearbeitet. Die Viehwirtschaft konzentriert sich im Apolobamba-Gebiet auf die Schaf- und Schweinezucht, sowie auf Rinderzucht und die Haltung von Geflügel.

Das Gemeindehaus, hier trifft man ggf. auf die dörflichen Autoritätspersonen, befindet sich neben dem Laden an der Plaza. Oberhalb von Kapna liegt bei S15° 07.812′ W68° 55.707′ ein großes, neues Fußballfeld, an welchem die Route vorbeiführt. Der Weg geht jetzt gerade hangaufwärts an Kartoffeläckern vorbei, entlang des Weges ist im Boden die ehemalige „Trinkwasserleitung“ von Kapna zu erkennen. Weiter bergauf erreicht man ein ebenes Plateau, wo die Bewohner der umliegenden Gemeinden Chuño und Tunta produzieren (S15° 08.092′ W68° 55.918′). Das Gebiet nennt sich deshalb auch Chuñuna Pampa und liegt auf einer Höhe von gut 3900 m, da dort die für die Haltbarmachung der Kartoffeln nötigen täglichen Frostwechsel auftreten. Ein direkterer Alternativweg verläuft oberhalb von Kapna und führt nicht unmittelbar durchs Dorf, man verpasst dann aber auch das kleine Plateau und hat einen steileren Anstieg zu bewältigen.

Nun folgt die Trekkingroute stets dem Weg Richtung Charazani/Chullina. Auf der rechten Wegseite taucht die kleine Laguna Chatalaquocha auf. Man erreicht schließlich bei Wegpunkt marker13 (S15° 08.427′ W68° 56.120′) die Spitze des Paso de Chatalayo (4106 m), wo man mit ein wenig Glück Andenkondore beim Kreisen beobachten kann. Nach einer Mittagspause an der am Fuße des Passes gelegenen Lagune folgt man erneut einem ausgebauten Inkaweg stetig talabwärts Richtung Chullina. Die Route passiert bei S15° 08.492′ W68° 56.223′ eine große Rinderweide namens Chatalayacucho.

Im weiteren Wegverlauf stößt man bei Wegpunkt marker14 (S15° 08.612′ W68° 56.296′) auf eine eingestürzte Antimonmine, in der einst die Spanier arbeiteten. Das gesamte Areal nennt sich Llocaspata. Der Weg gabelt sich bei S15° 08.822′ W68° 56.463′. Ab hier führt die Route nach links Richtung Chullina. Rechts gelangt man nach Charazani. Es geht weiter stetig talabwärts entlang der östlichen Flanke eines Kerbtals, wo es auf der gegenüberliegenden Seite auch zwei Wasserfälle („Cascadas de Chun Chun“) zu bestaunen gibt. Der Sektor unterhalb der Wasserfälle heißt Unopala.

Die gegenüberliegende Hangseite ist vom Terrassenfeldbau geprägt, hier wird auf ca. 3400 m Höhe u. a. auch Weizen angebaut. Der Weg nach Chullina führt am Hang entlang durch eine Eukalyptusaufforstung bei S15° 10.030′ W68° 56.516′ direkt ins Dorf. Den hangabwärts verlaufenden Gassen folgend erreicht man bei Wegpunkt marker15 (S15° 10.157′ W68° 56.270′) die Plaza in Chullina, wo der viertägige Trek sein Ende findet. Für wenig Geld kann man mit einem Taxi ca. 1 Stunde oder entsprechend länger mit dem Bus zurück nach Charazani fahren (Abfahrtszeiten müssen erfragt werden).

Bildergalerie Tag 4:


Kontaktdaten Guides Akamani Trail:

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Paulino Puyasaca Mamani

Die Guides kommen aus Huayrapata und zeigten sich sehr interessiert an einer zukünftigen Zusammenarbeit im Bereich Trekkingtourismus. Paulino und Sebastian konnten nahezu alle Lokalitäten und (Heil-) Pflanzen benennen und bewiesen große Wegekenntnis und Gelassenheit. Als Guides sind sie sehr empfehlenswert.

  • Paulino Puyasaca Mamani: +59167311429 und +59173591351
  • Sebastian Puyasaca Mamani: +59167309269
  • Demetrio Puyasaca Cavita: +59174046328 und +59168107342

Materialien & Downloads


 

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