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M.A. Kulturgeographie

Der Masterstudiengang Kulturgeographie beschäftigt sich auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und in unterschiedlichen Regionen der Welt mit den Lebenswelten der Gegenwart: Wir erforschen gesellschaftlich hergestellte, d.h. kulturelle und (potenziell) umstrittene Geographien – contested geographies.

Forschungsnah, projektorientiert und praxisrelevant

Im M.A. Kulturgeographie werden Sie in aktuelle Forschungsprojekte eingebunden. In didaktisch innovativen Veranstaltungen studieren Sie sehr eigenständig  und projektorientiert. Sie bearbeiten dabei Fragestellungen von hoher praktischer und gesellschaftlicher Relevanz — beispielsweise: Wie werden in einer globalisierten Welt weltumspannende Vernetzungen geschaffen und gleichzeitig neue Identitäten und Territorien abgegrenzt? Wie lassen sich räumliche und soziale Ungleichheiten erklären? Wie verändern sich Weltbilder und die Aneignung von Räumen im Zuge der Digitalisierung? Wie entstehen gesellschaftliche und ökologische Krisen und Konflikte?

Der Studiengang bietet Vertiefungsmöglichkeiten in den Schwerpunkten der Erlanger Kulturgeographie:

Eine Übersicht aller Lehrveranstaltungen des Instituts für Geographie finden Sie im Universitätsinformationssystem UnivIS.

Theoriebezogen, methodenstark und projektorientiert

Neben der individuell gewählten inhaltlichen Schwerpunktsetzung betont der Erlanger Masterstudiengang Kulturgeographie die wissenschaftliche Methodenkompetenz. Im Zentrum steht die Fähigkeit zur kritischen Reflexion gesellschaftlicher Probleme und zur eigenständigen Entwicklung einer Forschungsfrage. Das Studium bietet Ihnen dazu auf einem hohen Niveau das theoretisch-konzeptionelle Handwerkszeug und vermittelt profunde Kenntnisse der Methoden empirischer Feldforschung. Nicht zuletzt zeichnet sich das Masterstudium aus durch die Arbeit mit unterschiedlichen (Geo-)Daten und Statistiken, die kritische Analyse und eigenständige Erarbeitung von Karten und digitalen Medien der Geokommunikation sowie das intensive Training schriftlicher, visueller und mündlicher Präsentationen. Die M.A.-Studierenden lernen und arbeiten regelmäßig auch außerhalb der Universität „vor Ort“ im Rahmen attraktiver Großer Exkursionen/Geländeseminare sowie Lehrforschungsprojekten.

Der Masterstudiengang Kulturgeographie ist ein auf zwei Jahre (4 Semester) angelegter 1-Fach-Studiengang mit insgesamt 120 ECTS-Punkten. Der Aufbau des Studiengangs umfasst acht Module zzgl. der Masterarbeit.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Studierende den akademischen Grad M.A. Kulturgeographie. Dieser Abschluss qualifiziert neben der Berufstätigkeit auch für ein Promotionsstudium.

Selbstverantwortliche Projektentwicklung und -umsetzung, Fähigkeit zur kritischen Reflexion, überzeugende mündliche und schriftliche Präsentation – der forschungsorientierte Masterstudiengang Kulturgeographie bereitet Sie auf die Anforderungen in allen Berufsfeldern vor, in denen es auf eine selbstständige Bearbeitung von komplexen Wissensbeständen und Problemfeldern ankommt, etwa:

  • Consulting: Politik- und Wirtschaftsberatung
  • Stadt- und Regionalentwicklung, Tourismus, Wirtschaftsförderung
  • Forschung- und Bildung
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Geomarketing, Geokommunikation, Marktforschung

Forschungsnah und projektorientiert studieren

Besonderen Wert legen wir darauf, den Studierenden viel Raum zur Durchführung von mehrmonatigen Studienprojekten zu geben.

Im Rahmen des Erlanger Master-Moduls „Lehrforschung“ arbeiten Sie in kleinen Teams an einer Forschungsfrage, die sich z.B. an ein laufendes Forschungsvorhaben unseres Instituts anlehnt. Möglich sind auch Pilotstudien, explorative Projekte usw., und Sie können auch eigene Projektthemen vorschlagen. In jedem Fall werden Sie von Dozierenden in diesem Forschungsprozess „begleitet“, das Projektdesign, die Organisation und Durchführung der Empirie und der Ergebnissicherung obliegen jedoch weitgehend Ihnen. In manchen Fällen werden Sie auch in die Akquise von Drittmitteln involviert. So lernen Sie den Prozess des Forschens und seiner Organisation rundum und hautnah kennen.

Das Modul „Forschungswerkstatt“ bindet Sie aktiv in die Organisation und Logistik von Forschung und Wissenstransfer ein: Sie wirken z.B. bei der Planung und Durchführung wissenschaftlicher Tagungen und Workshops mit, entwickeln Konzepte für Ringvorlesungen und vieles mehr. Im Kern geht es hier um Projektmanagement – wir vermitteln Ihnen nicht nur vertiefte Kenntnisse im Prozess des „Wissensaustauschs“, sondern wollen Sie auch dazu befähigen, wissenschaftliche Veranstaltungen anspruchsvoll zu organisieren und zu betreuen.

Dieser Bereich befindet sich momentan im Aufbau

Lehrforschung

Urban Coolture – Warum sind manche Stadtquartiere hip und andere nicht?

A laid-back place where all the cool people go…

Am Beispiel von London-Hackney untersuchten die Studierenden die Entstehungsbedingungen einer einzigartigen urbanen Quartierskultur (Coolness+Cultur=Coolture) und somit einer neuen städtischen Identität. Warum wird dieser Stadtteil fast über Nacht „hip“? Welche Rolle spielt z.B. der Zuzug „cooler“ Akteure? Das Studienprojekt war als Pilotstudie für ein längeres Forschungsvorhaben konzipiert.

Access and Benefit Sharing:
Bei der zunehmend globalisierten kommerziellen Verwertung lokaler Bioressourcen bleiben lokale Akteure oft außen vor. Dies gilt insbesondere im Entwicklungskontext. Wie kann sichergestellt werden, dass (etwa im Zuge der Vermarktung von Arzneipflanzen) lokalen Bevölkerungsgruppen Verfügungsrechte und Anteile aus den Erlösen gewährt werden? Dieses Studienprojekt war in ein laufendes Forschungsvorhaben eingebunden.

Kulturelle Differenz, Stadt- und Quartierspolitiken:
Das Projekt widmete sich der Frage, ob und inwieweit quartiersbezogene Politiken (wie das Programm „Soziale Stadt“, in Frankreich die „politique de la ville“ und in Großbritannien der „new deal for communities„) die Bevölkerung der Quartiere entsprechend ethnischer, religiöser, herkunftsbezogener und in diesem Sinne „kultureller“ Kategorien differenzieren. Das Projekt ist eingebettet in einen Forschungszusammenhang zu Fragen von Integration und Quartierspolitiken und war verbunden mit einem mehrtägigen Forschungsaufenthalt in Großbritannien, dessen Ergebnisse publiziert werden.

Waste Management in Botswana – eine Akteurs-, Haushalts- und Organisationsanalyse:
Im Rahmen eines Lehrforschungsprojekts zu Mid-sized Cities in Africa untersuchten die Studierenden, wie Stadtbevölkerung sowie privatwirtschaftliche und staatliche Akteure die Themaitk der Müllentsorgung in Städten Botswanas wahrnehmen und welche Probleme sich aus (potentiell) konfliktbehafteten Prozessen in diesem Feld ergeben. Das Studienprojekt wurde in Zusammenarbeit mit der SiemensStiftung konzipiert und umgesetzt.

Stadt der Zukunft 2050:

Stadt der Zukunft? Exkursion nach Kopenhagen-Örestad im Rahmen der Lehrforschung

In einem interdisziplinären Team entwarfen unsere Studierenden gemeinsam mit Kommilitonen/innen aus Architektur, Versorgungstechnik, Bauingenieurwesen und Sozialwissenschaften ein städtebauliches und gesellschaftliches Entwicklungskonzept für eine große Bahn-Konversionsfläche im Süden Nürnbergs. Das fächerübergreifende Studienprojekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Verband beratender Ingenieure (VBI) und dem Grundstückeigentümer als Gemeinschaftsvorhaben der Friedrich-Alexander Universität und der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule durchgeführt.

Forschungswerkstatt

Forschungswerkstatt 2012: Organisation von öffentlichem Vortrag und Diskussion mit dem britischen Stadt- und Infrastrukturforscher Stephen Graham im Kunstpalais Erlangen

  • Windenergie in Franken
  • Absolventenmigration und wissensbasierte Regionalentwicklung
  • Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum
  • Jahrestagung der Gesellschaft für Tropenökologie
  • Tagung „Gesundheitskulturen“
  • Interdisziplinäres Studienprojekt „Stadt der Zukunft 2050“ (s.o.)
  • Organisation des Erlanger Vortrags zur Kulturgeographie 2012
  • Vorbereitung des Moduls „Kritische Kartographie/GeoWeb“ für die Humangeographische Sommerschule 2012 „Politische Geographie“

Qualifizierten BA-Absolventen der Geographie sowie der sozial- und kulturwissenschaftlichen Nachbarfächer (bspw. Soziologie, Politikwissenschaft, Kulturwissenschaften, Ethnologie) und Absolventen anderer einschlägiger Studiengänge (auch Lehramt, Magister und Diplom) bietet der MA Kulturgeographie eine konzeptionell moderne, methodisch fundierte und inhaltlich vielseitige Ausbildung.

Die Online-Bewerbung um einen Studienplatz im Master Kulturgeographie ist über das Portal campo möglich.

Referat L 4 – Masterbüro
Universität Erlangen-Nürnberg
Schloßplatz 4
D-91054 Erlangen

Bewerbungsschluss ist jedes Jahr der 31. Januar (SoSe, Studienbeginn im April) und 15. Juli (WiSe, Studienbeginn im Oktober). Ein Studienbeginn ist somit zum Sommer- und Wintersemester möglich.

Weitere Informationen rund um die Anmeldung zum Masterstudium erhalten Sie auf den Internetseiten der FAU.

Sie haben zum Zeitpunkt Ihrer Bewerbung noch kein Abschlusszeugnis Ihres bisherigen Studiums?
Sie können sich dennoch bewerben, wenn Sie nach dem 5. Semester mindestens 150 ECTS-Punkte erworben haben und die Durchschnittsnote aller Lehrveranstaltungen 2,5 oder besser beträgt.

Bei Fragen zur Bewerbung und Zulassung wenden Sie sich bitte an unsere Studienberater:

Alle Geographie-Studiengänge:

Dr. Birgit Schwabe

  • Tätigkeit: Studien-Service-Center / alle Geographie-Studiengänge
  • Adresse:
    Wetterkreuz 15
    91058 Erlangen
  • Telefonnummer: +49 9131 85-25791
  • E-Mail: birgit.schwabe@fau.de

M.A. Kulturgeographie:

Dr. Klaus Geiselhart, Akad. Rat

  • Tätigkeit: Fachstudienberatung Kulturgeographie / Lehramt
  • Adresse:
    Wetterkreuz 15
    91058 Erlangen
  • Telefonnummer: +49 9131 85-22008
  • E-Mail: klaus.geiselhart@fau.de

Bitte beachten Sie auch die Informationen zur Anmeldung zum Studium.

Bitte beachten Sie immer auch unsere aktuellen Hinweise, Termine und Ankündigungen unter Aktuelles. Dort finden Sie u. a. wichtige Informationen zu den Einführungs- und Lehrveranstaltungen.

Masterseminar (MAS)

Hauptseminar (HS)